• SCHÜTZEN WIR UNSERE SPITÄLER

    Ohne ausreichend Ärztinnen und Ärzte in Wiens Spitälern ist unser Gesundheitssystem gefährdet. Wir wollen keine Zwei-Klassen Medizin.

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Petition

Worum geht’s?

Seit 1. Jänner 2015 kämpft die Ärztekammer für Wien im Zuge des neuen Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetztes für faire und angemessene Arbeitsbedingungen der Wiener Spitalsärzte.

Am meisten Aufsehen erregten dabei die Protestveranstaltung im Museumsquartier, eine Kundgebung vor dem Wiener Rathaus, eine Großdemonstration mit 2.000 Spitalsärzten sowie im Mai/Juni 2015 an der Medizinischen Universität und beim Wiener Krankenanstaltenverbund sogar eine überwältigende Bereitschaft, zu streiken.
Dazwischen fand eine gemeinsame Betriebsversammlung aller Ordensspitäler in Wien statt, um darauf hinzuweisen, dass auch diese Krankenanstalten bessere Arbeitsbedingungen und einen Schutz durch einen Kollektivvertrags benötigen.

Letztlich gibt es nach einem halbjährig andauernden Kraftakt für alle Beteiligten eine Einigung:
Zuerst gelang diese im Mai 2015 an der Medizinischen Universität Wien , dann folgte noch im selben Monat ein Kollektivvertrag für alle Ordensspitäler und schließlich konnte in letzter Sekunde mit Hilfe eines allfälligen Streikbeschlusses im KAV Wien eine Einigung mit der Stadt Wien erzielt werden.

In allen Prozessen war die Ärztekammer für Wien, Kurie angestellte Ärzte, federführend beteiligt, wobei die Erfolge für bessere Arbeitsbedingungen für Spitalsärzte in Wien in gemeinsamer Zusammenarbeit von Ärztekammer und den jeweils zuständigen Teilgewerkschaften (Gewerkschaft öffentlicher Dienst bei der MedUni Wien, Gewerkschaft vida für die Ordensspitäler und – letztlich nach zwischenzeitiger Disharmonie – auch Gewerkschaft öffentlicher Dienst für die beim KAV beschäftigten Ärztinnen und Ärzte) erreicht werden konnte.

Das letzte halbe Jahr hat zwei grundsätzliche wesentliche Verbesserungen gebracht:

      • Kürzere Arbeitszeiten durch Inkrafttreten des KA-AZG
      • Höhere Grundgehälter für Ärztinnen und Ärzte

Im Detail wurden jedoch in stundenlangen Verhandlungsmarathons auch noch viele andere Dinge vereinbart, wie beispielsweise:

      • Umsetzung des mitverantwortlichen Tätigkeitsbereiches durch mehr nicht ärztliches Personal (MedUni Wien, KAV)
      • Personalabrechnung nach einer 40-Stunden-Woche und ärztliche Personalressourcen gemäß Leistungsgeschehen (KAV)
      • Strukturveränderungen in den Spitälern (KAV)
      • Faire Überführungen in den neuen Kollektivvertrag (Ordensspitäler)

Jedoch ist die Mission von „Schützen wir unsere Spitäler“ noch nicht erfüllt. Denn nun erfolgt die punktgenaue Umsetzung der Verhandlungsergebnisse, welche mit Sicherheit noch neue Herausforderungen mit sich bringen werden. Die Ärztekammer wird die Umsetzung der Einigung genau beobachten und nicht eingehaltene Vertragsbedingungen gegebenenfalls lautstark einfordern. Mit dem überzeugenden Votum zur Streikbereitschaft hat die Kammer dazu die nötige Rückendeckung von den betroffenen Kolleginnen und Kollegen.

Es haben uns einige Meldungen von Ärztinnen und Ärzten erreicht, die mit dem verhandelten Ergebnis noch nicht zufrieden sind. Wir werden diese Stimmen nicht ignorieren, sondern alle berechtigten Sorgen und Ängste wahrnehmen, mit dem jeweiligen Dienstgeber besprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen werden. Die Plattform „Schützen wir unsere Spitäler“ soll dazu weiterhin als Anlaufstelle fungieren.

Spitäler in Wien werden so wie in allen anderen Bundesländern einem Veränderungsprozess unterliegen. „Schützen wir unsere Spitäler“ wird diesen Prozess begleiten, schließlich ist eine Versorgung ohne gut funktionierende Krankenanstalten schlicht nicht möglich.

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